Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Welt verändert sich in einem atemberaubenden Tempo. Globale Machtverschiebungen, geopolitische Spannungen und technologische Umbrüche zeichnen sich immer deutlicher ab. Der Krieg in der Ukraine, die angespannte Lage im Nahen Osten und die zunehmende Konfrontation zwischen China und dem Westen verändern das politische Gefüge Europas und der USA grundlegend. Gleichzeitig erleben wir eine technologische Revolution, angeführt von künstlicher Intelligenz, Automatisierung und digitalen Innovationen, die sämtliche Branchen und Wertschöpfungsketten transformieren. In dieser Phase der Unsicherheit, in der alte Gewissheiten verschwinden und neue Kräfte-verhältnisse entstehen, ist Orientierung wichtiger denn je. Mit dieser Publikation möchten wir Ihnen aufzeigen, wie unsere Kapitalmarktexpertinnen und -experten die aktuellen Entwicklungen einordnen. Wir liefern Ihnen kompakte, analytisch fundierte Einblicke zu den zentralen Märkten und Themen, die aus unserer Sicht derzeit den Ton angeben.
Diese Publikation ist eine Zusammenfassung der aktuellen Einschätzungen der DZ BANK AG zu den wichtigsten Märkten und Trends. Sie bietet folgende Schwerpunkte:
Diese Publikation ist eine Zusammenfassung der aktuellen Einschätzungen der DZ BANK AG zu den wichtigsten Märkten und Trends. Sie bietet folgende Schwerpunkte:
- Seite 2: Im Blickpunkt – Der Chipmarkt: KI hält den Rekordkurs
- Seite 3: Konjunkturelles Umfeld – Weltkonjunktur: robust trotz Zollkulisse
- Seite 4: Konjunktur Deutschland – zähe Stabilisierung der Wirtschaft
- Seite 5: Inflation und Staatsverschuldung – Staatsverschuldung als Renditetreiber
- Seite 6: Rentenmärkte – US Zinspfad stabilisiert sich
- Seite 7: Aktienmärkte – Aufwärtspotential mit Volatilität
- Seite 8: Devisenmärkte – Stabiler Euro
- Seite 9: Rohstoffe & Digitale Assets – Gold: Aufwärtstrend mit Potential
Für weiterführende Fragen oder individuelle Beratung stehen Ihnen unsere Kundenbetreuerinnen und -betreuer selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.
Ihr Team der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG
Chipmarkt: KI hält den Rekordkurs
An den Finanzmärkten halten sich weiterhin Sorgen, der Megatreiber Künstliche Intelligenz (KI) und damit die Nachfrage nach KI-Chips könnte nachlassen. Jüngste Marktdaten sprechen jedoch für anhaltenden Rücken-wind. Laut dem Branchenverband SIA stieg der welt-weite Halbleiterumsatz im Oktober 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,2% auf 72,7 Mrd. US-Dollar, den höchsten je in einem Monat gemessenen Wert. Gleich-zeitig beschleunigte sich die Dynamik gegenüber den Vormonaten deutlich (Juni: plus 9,6%; Juli: plus 20,6%; August: plus 21,7%; September: plus 25,1%) und markierte damit den höchsten Zuwachs seit Dezember 2021.
Unter regionalen Gesichtspunkten wies Asien/Pazifik mit 59,6% das mit Abstand höchste Umsatzplus auf. Zu-wächse gab es zudem in Amerika (plus 24,8%), China (plus 18,5%) und Europa (plus 8,3%), während Japan ein Minus von 10,0% verzeichnete. In den ersten zehn Monaten des Jahres stieg der globale Chipumsatz damit um 21,3% auf 612,5 Mrd. US-Dollar – ein Rekord für diesen Zeitraum.
Die weltweit führende Organisation für Marktstatistiken und Prognosen in der Halbleiterindustrie (WSTS) hob vor diesem Hintergrund ihre Prognosen an: Für 2025 wird nun ein Plus von 22,5% auf 772,2 Mrd. US-Dollar erwartet (zuvor 700,0), für 2026 sogar ein Anstieg von 26,3% auf 975,4 Mrd. US-Dollar (zuvor 760,7). Damit rückt die Billion-US-Dollar-Marke früher in Sicht, als viele Beobachter erwartet hatten.
Wichtigster Wachstumstreiber dürfte auf absehbare Zeit die hohe Nachfrage nach Prozessoren für KI-Anwen-dungen und das Hochleistungsrechnen (High Perfor-mance Computing) sein. Besonders begehrt dabei dürften leistungsstarke Logik- und Speicherchips blei-ben. Diese werden unter anderem für das Training und die Anwendung von KI-basierten Sprachmodellen (Large Language Models) sowie für die Analyse und Verarbeitung großer Datenmengen eingesetzt.
Für eine Fortsetzung der sehr erfreulichen Entwicklung des weltweiten Halbleitermarktes sprechen zudem die Investitionspläne von Social-Media-Plattformen und von großen Rechenzentren-Betreibern. Die sogenannten Hyperscaler, bei denen es sich zumeist um US-Kon-zerne handelt, haben für dieses Jahr und auch für 2026 einen signifikanten Anstieg der Sachinvestitionen angekündigt. Der Großteil der Mittel wird dabei nach in den Bau und die weitere Ausstattung von Rechenzentren fließen.
Die Analysten der DZ Bank erwarten deshalb, dass die erfreuliche Entwicklung des weltweiten Halbleiter-marktes in den kommenden Jahren andauern und es zu neuen Umsatzrekorden kommen wird. Hiervon sollten die Entwickler beziehungsweise Hersteller von sehr leistungsstarken Logik- und Speicher-KI-Chips (zum Beispiel High Bandwidth Memory beziehungsweise HBM) überproportional profitieren.
Konjunktur unter Druck
Die Weltwirtschaft zeigt sich zum Jahresende trotz erhöhter US-Importzölle bemerkenswert widerstandsfähig. Speziell in den USA stabilisieren der Investitionsboom rund um Rechenzentren, KI und den Halbleiter / Chipmarkt sowie weiterhin solide Konsumausgaben die Wirtschaft, auch wenn Unsicherheit und ein abkühlender Arbeitsmarkt das Wachstum bremsen. China federt den Gegenwind aus dem US-Handel zunehmend mehr über höhere Lieferungen in andere Regionen ab, die Binnenkonjunktur bleibt jedoch durch die Immobilienkorrektur und Demografie limitiert. Europa ist exportseitig anfällig, dürfte aber von höheren Investitionen und staatlichen Programmen profitieren. Preislich wirken Zölle eher schleichend, während Energie und Wechselkurse im Euroraum tendenziell dämpfen.
Vor diesem Hintergrund prognostizieren die Analysten der DZ Bank ein globales Wachstum für 2025 von ca. 3,2%, 2026 wird das Wachstum auf 3,0% geschätzt, und für 2027 rechnet man wieder mit einer geringen Erhöhung auf 3,1%. Getragen wird dieser Pfad auch von den dynamischen Schwellenländern; Indien wächst mit rund 7% deutlich schneller und stützt damit die globale Nachfrage. In den USA erwartet der Konsens für 2026 ein Wachstum von 2,3%. Rückenwind liefern ein kräftiger Investitionszyklus sowie fiskalische Impulse, während die bremsende Wirkung höherer Zinsen typischerweise erst zeitverzögert zum Tragen kommt.
Der Euroraum bleibt 2026 mit rund 1,0% unter Potenzial: Industrie und Außenhandel erholen sich nur schrittweise, und Unternehmen planen Investitionen weiterhin vorsichtig. Impulse dürften im Jahresverlauf vor allem aus Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Infrastruktur sowie aus dem Binnenmarkt kommen. Für 2027 ist eine moderate Belebung auf 1,4% unterstellt. China wächst weiterhin schneller als die westlichen Volkswirtschaften, verlangsamt sich jedoch von 4,9% (2025) in Richtung 4,0% bis 2027, da Immobiliensektor und Demografie die Binnenkonjunktur begrenzen. Hohe Staatsdefizite und geopolitische Risiken bleiben zentrale Belastungsfaktoren.
Was bedeutet das für Sie?
Das Basisszenario bleibt ein robustes globales Wachstum, getragen vor allem von China und den USA, wo KI-getriebene Investitionen und eine weiterhin solide Konsumnachfrage stützen. In der Eurozone dürfte sich die Konjunktur 2026 vor allem über Binnenkonsum und steigende Investitionen schrittweise festigen. Berücksichtigen Sie weiterhin das Risiko einer erneuten Zolleskalation und behalten Sie insbesondere exportabhängige Branchen im Blick. In einem Umfeld eher seitwärts gerichteter Konjunktur bietet es sich an, die Positionierung gezielt zu überprüfen: Fokus auf Qualitätsunternehmen mit belastbarer Preissetzungsmacht, regional breiter diversifizieren, ausreichende Liquidität für taktische Gelegenheiten vorhalten und Engagements bei Rücksetzern schrittweise aufbauen, statt Einmalinvestitionen zu tätigen.
Wirtschaft: zähe Stabilisierung
Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal nachgelassen und im dritten Quartal weitgehend stagniert. Für das Schlussquartal deutet sich jedoch eine vorsichtige Stabilisierung an: Die jüngsten Indikatoren fallen etwas freundlicher aus, insbesondere die Bestellungen der öffentlichen Hand im Umfeld von Infrastruktur und Verteidigung. Auch die Produktion zeigte zuletzt spürbare Aufwärtsimpulse. Gleichzeitig bleibt das Bild fragil. Die niedrige Kapazitätsauslastung in der Industrie bremst die gewerblichen Investitionen, und die gedämpfte Arbeitsmarktperspektive begrenzt die Konsumdynamik.
Zudem belastet das außenwirtschaftliche Umfeld: USZollbelastungen und stärkerer Wettbewerb aus China dämpfen die Exportperspektiven, sodass die erwartete Erholung 2026 vor allem binnenwirtschaftlich getragen sein dürfte. Insgesamt ergibt sich damit ein Szenario einer zähen, aber fortschreitenden Normalisierung.
Fiskalimpuls als Stütze
Der fiskalische Impuls bleibt der zentrale Stützfaktor für 2026. Der Wachstumsbeitrag der Maßnahmen beträgt rund 0,1 Prozentpunkten in 2025 und erhöht sich auf etwa 0,7 Prozentpunkte in 2026. In 2027 lässt die Wirkung auf ca. 0,3 Prozentpunkte nach. Die stärksten Impulse werden aus Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben erwartet sowie aus investitionsfördernden Steueranreizen. Entscheidend ist jedoch weniger die Ankündigung als die dann tatsächliche Umsetzung in Projekten und Investitionen.
Immobilienmarkt: zweigeteilt
Die Preisentwicklung am Immobilienmarkt hat sich seit 2022 deutlich divergent entwickelt. Wohnimmobilien haben die Korrektur der Jahre 2023/24 weitgehend verarbeitet und zeigen zuletzt wieder eine moderate Stabilisierung. Gewerbeimmobilien stehen hingegen weiterhin unter Druck; nach dem kräftigen Rückgang ist bislang nur eine vorsichtige Bodenbildung erkennbar. Treiber dieser Divergenz sind vor allem die höheren Finanzierungskosten und die gestiegenen Renditeanforderungen, während der angespannte Mietmarkt Wohnobjekte stützt. Der rückläufige Neubau verschärft die Angebotsknappheit und wirkt mittelfristig mietstützend. Für Anleger rücken damit laufende Erträge, Objektqualität und Standort stärker in den Fokus als kurzfristige Wertzuwächse.
Ausblick 26/27: Übergang zur Erholung
Für 2025 bleibt das Wachstum mit rund 0,1% ausgesprochen verhalten: Die Industrieschwäche hält an, während der Außenhandel durch US-Zölle und den intensiveren Wettbewerb aus China zusätzlich unter Druck steht. Für 2026 zeichnet sich ein Anstieg auf etwa 1,0 Prozent ab, getragen von staatlichen Investitionen und einer aufhellenden Stimmung, die die Binnenkonjunktur unterstützt. 2027 könnte der Aufschwung auf rund 1,6% an Dynamik gewinnen, da die Programme zeitverzögert stärker wirken und private Investitionen nachziehen. Voraussetzung bleibt, dass sich der Zollkonflikt nicht erneut verschärft.
Inflationspfade im Vergleich
In den Vereinigten Staaten fallen die zollbedingten Preiseffekte bislang vergleichsweise moderat aus: Viele Unternehmen scheinen höhere Importkosten zunächst über Margen sowie ihre Preis- und Rabattpolitik zu absorbieren und nur schrittweise weiterzugeben. Entsprechend liegt die erwartete Inflationsrate 2025 bei 2,8%, bevor sie 2026 auf 3,3% anzieht und 2027 auf 2,6% zurückläuft. China steht dagegen weiterhin unter deflationärem Druck, geprägt von Überkapazitäten und einer schwachen Binnennachfrage: Nach 0,0% im Jahr 2025 dürfte die Teuerung erst 2026 auf 0,6% und 2027 auf 1,1% steigen. Im Euroraum wirken sinkende Energiepreise, ein fester Euro und eine nachlassende Lohndynamik zunächst disinflationär: Für 2026 ergibt sich eine Teuerung von 1,9%, 2025 und 2027 liegen jeweils bei 2,1%. Für Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild (2,2% in 2025, 2,1% in 2026, 2,5% in 2027). Kurzfristig entlasten Energie- und Basiseffekte, während Dienstleistungen den Preisdruck stützen; mit einer Konjunkturbelebung und fiskalischen Impulsen nehmen die Aufwärtsrisiken gegen Ende des Horizonts wieder zu.
Staatsverschuldung als Renditetreiber
Die Staatsverschuldung liegt in mehreren großen Volkswirtschaften deutlich über 100% des BIP und erhöht die Sensitivität der Rentenmärkte gegenüber Zinsanstiegen. Insbesondere in Japan ist die Staatsverschuldung mit 236% des BIP hoch, gefolgt von Italien (135%), USA und Frankreich (113%); auch Kanada liegt mit 111% über dieser Schwelle, Großbritannien bei 101%. China kommt auf 88% und könnte bei größeren Verkäufen von US-Staatsanleihen zusätzlichen Renditedruck erzeugen. Steigende Investitions- und Sozialausgaben erhöhen den Refinanzierungsbedarf, während höhere Renditen die Zinslast spürbar ansteigen lassen. Deutschland steht mit 63% vergleichsweise solide da, ist jedoch über den europäischen Zinsverbund indirekt betroffen; die konjunkturellen Spielräume bleiben begrenzt.
Was bedeutet das für Sie?
Für Ihre Anlageplanung bleibt maßgeblich, dass die Inflationsraten zwar nachlassen, jedoch die 2-Prozent- Marke nicht dauerhaft unterschreiten. Zudem verlaufen die Teuerungspfade regional unterschiedlich; insgesamt bleibt der Preisdruck leicht erhöht. Gleichzeitig erhöht die hohe Staatsverschuldung die Sensitivität der Märkte gegenüber unerwarteten Renditeanstiegen – etwa durch zusätzliche Ausgabenprogramme oder geopolitische Schocks. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich eine robuste Grundausrichtung mit Risikopuffern: breit diversifizieren, Laufzeiten gezielt steuern und die reale Kaufkraft konsequent im Blick behalten. Am Rentenmarkt können Zinsbewegungen kurzfristig stärker ausfallen.
USA: Zinspfad stabilisiert sich
Die US-Notenbank senkte aufgrund des konstruktiveren Konjunkturausblicks den Leitzins am 10. Dezember erwartungsgemäß um weitere 25 Basispunkte.
Die BIP-Projektion für 2026 wurde um 0,5 Prozent-punkte auf 2,3% angehoben. Fed-Chef Powell betonte zugleich, dass es im Spannungsfeld von Preisstabilität und Vollbeschäftigung keinen risikofreien geldpo-litischen Pfad gibt. Für den Inflationsausblick bestehen weiterhin Aufwärtsrisiken; der zollbedingte Preisschub gilt zwar als temporär, erfordert jedoch Absicherung. Insgesamt sieht sich die Fed gut positioniert zunächst abzuwarten. Zudem könnten US-Konjunkturdaten infolge eines Government-Shutdowns temporär verzerrt sein, sodass sich das Lagebild erst mit Verzögerung klärt. Aus Sicht der DZ - Experten spricht dies für eine Pause im Zinssenkungszyklus.
Eurozone: EZB bleibt abwartend
Auf der Ratssitzung am 18. Dezember beließ die EZB die drei Leitzinsen unverändert; der Einlagensatz liegt weiterhin bei 2,00%. Die Inflation verharrt knapp über 2%, wobei die nationalen Raten auseinanderlaufen und insbesondere die Dienstleistungspreise nur zögerlich nachgeben. Das Wachstum im Euroraum bleibt schwach und dürfte erst 2026, gestützt durch staatliche Programme, spürbar anziehen. Vor diesem Hintergrund fehlen derzeit die Voraussetzungen für eine baldige Zinswende; der Zeitpunkt eines späteren Umschwen-kens bleibt offen.
Kapitalmarktzinsen: Renditeausblick
Kurzfristig dürfte die 10J Bund-Rendite im Bereich um 2,70% verharren. Der Senkungsspielraum der EZB ist weitgehend ausgereizt. Anfang 2026 wirken zu dem Energie-Basiseffekte dämpfend auf die Teuerung, was den Renditeanstieg zunächst bremst. Im Jahresverlauf 2026 sollte sich die Bund-Rendite mit der schrittweise stärker werdenden, fiskalgestützten Konjunktur in Richtung 3% bewegen.
Bei 10 J US-Treasuries erwarten die Analysten der DZ Bank dagegen einen Anstieg auf 4,50% in den nächsten drei Monaten. Trotz weiterer Fed-Senkungen stützen zollbedingte Inflationsrisiken und ein höherer Fundingbedarf die Laufzeitprämien; danach ist ein leichter weiterer Renditeauftrieb plausibel.
Was bedeutet das für Sie?
Das aktuell höhere Zinsniveau bietet einen soliden Er-tragspuffer. Gleichzeitig sprechen die unterschiedlichen Renditeverläufe für ein ausgewogenes Laufzeiten-management: Bei Bundesanleihen ist kurzfristig eher mit Stabilität zu rechnen, während US-Treasuries aufgrund von Inflationsrisiken tendenziell einen höheren Renditeaufschlag verlangen.
Für die Portfoliopositionierung empfiehlt sich daher eine breite Staffelung mit Schwerpunkt im mittleren Lauf-zeitenbereich. Laufende Kupons und Zinsstrukturerträge können Kursbewegungen abfedern, ohne das volle Risiko langer Duration zu tragen. Bei Neuanlagen lassen sich laufende Zinsen, besonders gute Bonitäten, wieder besser planbar vereinnahmen. Größere Einmal-investitionen können durch schrittweises Investieren sinnvoll zeitlich geglättet werden.
Marktumfeld und Marktbreite
Für 2026 sind die Rahmenbedingungen freundlich: Die Phase restriktiver US-Geldpolitik läuft aus, zugleich wirken fiskalische Programme in den USA sowie Investitionen in Verteidigung, Sicherheit und Infrastruktur in Europa stützend. In den USA wird der Gewinnanstieg weiterhin vom Technologiesektor getragen, zugleich nimmt die Marktbreite zu, da auch Titel rund um KI-Infrastruktur profitieren. Das internationale Umfeld bleibt anspruchsvoll, doch die Gefahr einer Eskalation erscheint geringer als zu Beginn von 2025.
Die Inflationserwartungen und die Unabhängigkeit der Fed dürften im Fokus stehen.
Bewertungen, Risiken und Prognosen
Mehrere Kennzahlen mahnen jedoch zur Vorsicht: Der DAX notiert wieder auf einem ambitionierten Bewertungsniveau, das KGV liegt bei rund 17,5 und damit deutlich über dem langjährigen Median von etwa 12,5. Gleichzeitig bieten Staatsanleihen wieder echte Konkurrenz, da zehnjährige Bunds um 2,7% und US Treasuries um 4,5% rentieren. Damit bieten Dividendenerträge im Vergleich zu Anleihenrenditen jetzt weniger Puffer. Trotz zwischenzeitlicher Rückschläge und höherer Volatilität liegt der langfristige Ertrag von Aktien aber spürbar über dem von Anleihen. Renten verlaufen stabiler, bleiben in der Gesamtrendite jedoch langfristig zurück. Das unterstreicht die Bedeutung von Aktien als zentralen Renditetreiber im Vermögensaufbau, während Anleihen der Stabilisierung und den laufenden Erträgen dienen.
Auf der Chancenseite stehen in den USA fiskalische Anreize und eine weiter zunehmende Investitionstätigkeit in Technologie, Energie und digitale Kapazitäten. Europa profitiert von mehrjährigen Programmen für Verteidigung sowie von Investitionen in Energie- und Netzinfrastruktur. Der Bankensektor bleibt operativ solide. Demgegenüber bleiben Überraschungen in der US-Geldpolitik ein zentrales Risiko: Ein Vertrauensverlust in die Unabhängigkeit der Fed könnte Langläuferrenditen steigen lassen und Bewertungen belasten. Daher gewinnt die Titelselektion an Bedeutung.
Die Analysten der DZ Bank rechnen in 2026 mit einem steigenden Dax auf ca. 27.500 Punkte (+12%), einem EURO STOXX 50 auf etwa 6.200 Punkte (+7%) und einem S&P 500 auf 8.000 Punkte (+15%). Diese Zielkorridore setzen jedoch einen Zollkompromiss und eine Konjunkturerholung voraus. Als globale Referenz wird der MSCI World bei rund 5.100 Punkten erwartet.
Mittelfrisiter Ausblick
Sofern der Zollkonflikt weiter deeskaliert und die angekündigten Fiskalprogramme Wirkung entfalten, dürfte 2026 wieder spürbar mehr Aufwärtsdynamik einsetzen. In diesem Umfeld können Rücksetzer eher als Einstiegschancen dienen, um Qualitätswerte schrittweise aufzubauen und das Engagement breit zu diversifizieren. Das Hauptrisiko dürfte in politischen Überraschungen in den USA liegen: Steigende Langfristrenditen können ambitionierte Bewertungen rasch unter Druck setzen. Entscheidend bleibt, dass Inflationserwartungen verankert sind und die Unabhängigkeit der Fed glaubwürdig erhalten bleibt.
EUR | USD
Der Euro profitiert derzeit von einem nachlassenden US-Zinsvorsprung und von der Sorge, dass politische Eingriffe die Unabhängigkeit der Fed belasten könnten. Trumps Zollpolitik sorgt zwar für kurzfristige Aus-schläge, doch bei schwächer werdendem US-Arbeitsmarkt und weiteren Fed-Senkungen verliert der Dollar tendenziell an Unterstützung. Solange im Handelskonflikt keine belastbare Einigung vorliegt, dürfte der EUR/USD zunächst um 1,17 tendieren. Dies ist auch auf die vorsichtige Steuerung der US-Dollar-Engagements der institutionellen Investoren zurück-zuführen. In der Eurozone wirken niedrigere Energie-preise und Investitionsprogramme stabilisierend; zudem spricht vieles dafür, dass die EZB nach einer letzten Zinssenkung zunächst pausiert. Unter diesen Voraus-setzungen erscheint auf Sicht von zwölf Monaten eine Bewegung in Richtung 1,20–1,22 plausibel.
EUR | Pfund
Beim Pfund bleibt das Bild gemischt: Durch den nachlassenden Inflationsdruck hat die Bank of England am 18. Dezember mit knapper Mehrheit eine moderate Zinssenkung beschlossen. Weitere Senkungen in 2026, dürften maßgeblich von der Entwicklung der Dienst-leistungsinflation abhängen. Vor diesem Hintergrund dürfte der jüngste Stabilisierungsimpuls begrenzt bleiben. Im Jahresverlauf könnte sich der EUR/GBP-Wechselkurs in der Bandbreite von 0,90–0,92 bewegen.
EUR | CHF
Der Schweizer Franken bleibt als Safe Haven gefragt, zugleich wird seine Stärke wegen des Deflationsdrucks zum geldpolitischen Problem. Die SNB hält den Leitzins bei 0,00% und hat kaum Spielraum, weshalb bei erneuter Aufwertung eher Interventionen in den Fokus rücken. Bei nachlassen den Risiken dürfte sich Euro-Frankenum 0,93 stabilisieren und in Richtung 0,95 in zwölf Monaten tendieren.
EUR | Yen
Der Yen erhält Rückenwind, da die Bank of Japan ihren Normalisierungskurs fortsetzt und eine moderate An-hebung des Leitzinses auf 0,75% vorbereitet. Gleich-zeitig sprechen tendenziell sinkende US-Zinsen für einen nachlassenden Dollar-Auftrieb. In der Wechsel-kursrelation EUR/JPY deutet dies auf eine graduelle Abwärtsbewegung von etwa 183 in Richtung 177 auf Sicht von zwölf Monaten hin.
Was bedeutet das für Sie?
Ein festerer Euro gegenüber US-Dollar und Pfund dämpft mittelfristig das Risiko zusätzlicher Währungs-verluste bei US- und UK-Anlagen, auch wenn die kurzfristige Volatilität hoch bleibt. Bei USD-Engage-ments kann eine teilweise Absicherung sinnvoll sein. Der Yen bietet sich als Diversifikationsanker an, da Japans geldpolitische Normalisierung und Phasen erhöhter Risikoaversion stützend wirken können. Beim Franken bleibt die Safe-Haven-Nachfrage relevant; bei erneuter Stärke rücken SNB-Interventionen wieder stärker in den Fokus. Insgesamt spricht vieles für eine breit diversifizierte Währungsallokation mit Euro-Schwerpunkt. Auf Jahressicht erscheinen USD-, JPY- und CHF-Anleihen eher neutral, während GBP-Engage-ments aufgrund begrenzter Wechselkurskompensation weniger attraktiv wirken.
Gold: Aufwärtstrend mit Potential
Nach dem Allzeithoch um 4.400 US-Dollar hat Gold konsolidiert, der Aufwärtstrend bleibt jedoch intakt. Rückenwind liefern sinkende US-Zinserwartungen, ein angekratztes Vertrauen in den US-Dollar so wie die anhaltende Zentralbanknachfrage. Zusätzlich sorgen Zuflüsse in goldgedeckte ETFs und neueinstitutionelle Nachfrageimpulse, etwa aus Indien, für strukturelle Unterstützung. Auch die Diskussion um die Fed-Unab-hängigkeit stützt den Sicherheitsaspekt. Rücksetzer eignen sich zum schrittweisen Aufbau einer Kernposition. Auf zwölf Monate erscheint ein Zielbereich um 4.800 US-Dollar je Feinunze plausibel.
Bitcoin: Korrekturphase bleibt volatil
Nach dem Rekordhoch um 126.000 US-Dollar hat der Bitcoin deutlich nachgegeben und notiert wieder unter 100.000 US-Dollar. AbflüsseaufETF-Ebene, dünnere Marktliquidität und steigende Risikoaversion erhöhen die Schwankungsanfälligkeit. Positive Unterstützung ist weiterhin aus der US-Administration zu erwarten.
Rohöl: Seitwärts mit Aufwärtsrisiko
Der Brent-Preis bewegt sich seit dem Frühjahr in einer übergeordneten Seitwärtsphase. Geopolitische Risiken und temporäre Angebotsengpässe stützen zwar, doch längerfristig rücken wieder Angebotssorgen in den Vordergrund. Die OPEC+ will die Förderung bis Jahresende ausweiten und im ersten Quartal 2026 eine Pause einlegen; zugleich bleibt das globale Angebot hoch. Kurz- bis mittelfristig erscheint ein Bereich um 65 US-Dollar plausibel, zumJahresende eher Richtung 60. Engagements daher taktisch steuern, gestaffelt auf bauen oder absichern, insbesondere bei plötzlichen Nachrichten aus dem Nahen Osten.
Was bedeutet das für Sie?
Kombinieren Sie Gold als strategischen Stabilitätsanker mit einer Kernposition, die Sie bei Rücksetzern schrittweise ausbauen. Rohöl eignet sich derzeit eher als taktische Beimischung: Engagieren Sie sich gestaffelt und rechnen Sie mit einer Handelsspanne um 65 USD, bei geopolitischen Schlagzeilen jedoch mit kurzen Ausschlägen.
Bitcoin bleibt trotz struktureller Trends ein spekulativer Baustein und sollte nur in kleiner Dosierung mit klar definiertem Risikobudget eingesetzt werden. Es kann weiterhin mit höherer Volatilität gerechnet werden. Seltene Erden sind ein langfristiges Thema, profitieren aber von Politik und Exportkontrollen. Insgesamt gilt: breitstreuen, Risiken begrenzen und flexibel nachjustieren.
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Herausgeber: VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG, Kurtalstraße 2, 76887 Bad Bergzabern
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II. PFLICHTANGABEN FÜR SONSTIGE RESEARCH-INFORMATIONEN UND WEITERFÜHRENDE HINWEISE
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1.1 Diese Sonstige Research-Information wurde von der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main (DZ BANK) als Wertpapierdienstleistungsunternehmen erstellt. Sonstige Research- Informationen sind unabhängige Kundeninformationen, die keine Anlageempfehlungen für bestimmte Emittenten oder bestimmte Finanzinstrumente enthalten. Sie berücksichtigen keine persönlichen Anlagekriterien.
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2. Zuständige Aufsichtsbehörden
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4. Aktualisierungen / Geltungszeiträume für Sonstiges Research
4.1 Die Häufigkeit der Aktualisierung von Sonstigen Research-Informationen hängt von den jeweiligen makroökonomischen Rahmenbedingungen, den aktuellen Entwicklungen der relevanten Märkte, von Maßnahmen der Emittenten, von dem Verhalten der Handelsteilnehmer, der zuständigen Aufsichtsbehörden und der relevanten Zentralbanken sowie von einer Vielzahl weiterer Parameter ab. Die nachfolgend genannten Zeiträume geben daher nur einen unverbindlichen Anhalt dafür, wann mit einer Aktualisierung gerechnet werden kann.
4.2 Eine Pflicht zur Aktualisierung Sonstiger Research-Informationen besteht nicht. Wird eine Sonstige Research-Information aktualisiert, ersetzt diese Aktualisierung die bisherige Sonstige Research-Information mit sofortiger Wirkung. Ohne Aktualisierung enden / verfallen Bewertungen / Aussagen mit Ablauf von sechs Monaten. Diese Frist beginnt mit dem Tag der Publikation.
4.3 Auch aus Gründen der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Pflichten können im Einzelfall Aktualisierungen Sonstiger Research-Informationen vorübergehend und unangekündigt unterbleiben.
4.4 Sofern Aktualisierungen zukünftig unterbleiben, weil ein Objekt / Aspekt nicht weiter analysiert werden soll, wird dies in der letzten Publikation mitgeteilt oder, falls eine abschließende Publikation unterbleibt, werden die Gründe für die Einstellung der Analyse gesondert mitgeteilt.
5. Vermeidung und Management von Interessenkonflikten
5.1 Das DZ BANK Research verfügt über eine verbindliche Conflicts of Interest Policy, die sicherstellt, dass relevante Interessenkonflikte der DZ BANK, der DZ BANK Gruppe, der Analysten und Mitarbeiter des Bereichs Research und Volkswirtschaft und der ihnen nahestehenden Personen vermieden werden oder, falls diese faktisch nicht vermeidbar sind, angemessen identifiziert, gemanagt, offengelegt und überwacht werden. Wesentliche Aspekte dieser Policy, die unter www.dzbank.de/Pflichtangaben eingesehen und abgerufen werden kann, werden nachfolgend zusammengefasst.
5.2 Die DZ BANK organisiert den Bereich Research und Volkswirtschaft als Vertraulichkeitsbereich und schützt ihn durch Chinese Walls gegenüber anderen Organisationseinheiten der DZ BANK und der DZ BANK Gruppe. Die Abteilungen und Teams des Bereichs, die Finanzanalysen erstellen, sind ebenfalls mittels Chinese Walls, räumlichen Trennungen sowie durch physische Zutrittssperren und die Clean Desk Policy geschützt. Über die Grenzen dieser Vertraulichkeitsbereiche hinweg darf in beide Richtungen nur nach dem Needto-know-Prinzip kommuniziert werden.
5.3 Insbesondere durch die in Absatz 5.2 bezeichneten und die weiteren in der Policy dargestellten Maßnahmen werden auch weitere, theoretisch denkbare informationsgestützte persönliche Interessenkonflikte von Mitarbeitern des Bereichs Research und Volkswirtschaft sowie der ihnen nahestehenden Personen vermieden.
5.4 Die Vergütung der Mitarbeiter des Bereichs Research und Volkswirtschaft hängt weder insgesamt, noch in dem variablen Teil direkt oder wesentlich von Erträgen aus dem Investmentbanking, dem Handel mit Finanzinstrumenten, dem sonstigen Wertpapiergeschäft und / oder dem Handel mit Rohstoffen, Waren, Währungen und / oder von Indizes der DZ BANK oder der Unternehmen der DZ BANK Gruppe ab.
5.5 Die DZ BANK sowie Unternehmen der DZ BANK Gruppe emittieren Finanzinstrumente für Handel, Hedging und sonstige Investitionszwecke, die als Basiswerte auch vom DZ BANK Research gecovertе Finanzinstrumente, Rohstoffe, Währungen, Benchmarks, Indizes und / oder andere Finanzkennzahlen in Bezug nehmen können. Diesbezügliche Interessenkonflikte werden im Bereich Research und Volkswirtschaft insbesondere durch die genannten organisatorischen Maßnahmen vermieden.