Pressemitteilungen 2020

08.05.2020 Morgen kann kommen - Jahresabschluss und Optimierung des Geschäftsstellennetzes

Morgen kann kommen

VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG zieht positive Bilanz und stellt strategische Weichen für die Zukunft

Die an der Südlichen Weinstraße und im Wasgau ansässige Genossenschaftsbank ist im Jahr 2019 erneut ihren starken Unternehmenswerten ‚leistungsstark‘, ‚leidenschaftlich‘ und ‚nachhaltig‘ gerecht geworden. Dafür sprechen neben den positiven Bilanzzahlen, die trotz herausfordernder Rahmenbedingungen erreicht werden konnten, wichtige umgesetzte Projekte, die langfristig Mehrwerte für die Region und die Menschen vor Ort schaffen.

Einlagen- und Kreditgeschäft erneut stark gewachsen
Deutlich wird die positive Entwicklung der Bank anhand der Bilanzsumme, die um 8,1 Prozent (108,6 Mio. EUR) auf 1.445 Mio. EUR gesteigert werden konnte. Maßgeblich beeinflusst hat dies zum einen das Kundenkreditvolumen, das um 8,0 Prozent auf 1.017 Mio. EUR gestiegen ist. Der Anstieg ist somit im Berichtsjahr doppelt so hoch wie im Vorjahr. Zum anderen hat das Kundeneinlagevolumen einen erfreulichen Anstieg um 7,1 Prozent auf 1.158 Mio. EUR erfahren. Das Wachstum des Vorjahres wurde um 63 Prozent gesteigert. Während sich der Bestand der Spareinlagen um 0,2 Prozent auf 197,1 Mio. EUR erhöht hat, konnte der Bestand der anderen Einlagen um 76,3 Mio. EUR (8,6 Prozent) und damit deutlicher ausgebaut werden.

Das Vertrauen spiegelt sich auch in der Anzahl der Mitglieder wider. Am Jahresende 2019 waren 28.917 Menschen Miteigentümer der Bank – 201 mehr als ein Jahr zuvor.
Jahresüberschuss und Kapitalquoten sehr zufriedenstellend.

Die Ertragskraft der Bank wird nach wie vor durch das Niedrigzinsniveau belastet. Der Druck auf die Zinsmarge hat im Jahr 2019 erwartungsgemäß zu einer Reduzierung des Zinsergebnisses um rund 1,6 Mio. EUR (6,2 Prozent) auf 23,8 Mio. EUR geführt. Die Einbußen konnten durch das Kreditwachstum und durch die sehr positive Entwicklung des Provisionsüberschusses annähernd kompensiert werden. Bernd Lehmann, Mitglied des Vorstands der Bank, berichtet: „Der Provisionsüberschuss konnte – wie schon im Jahr 2018 – erneut deutlich gesteigert werden. Gründe hierfür sind vor allem vertrauensvolle Kundenbeziehungen sowie die sehr gute Entwicklung der Vertriebsleistung. Gerade im Firmenkundengeschäft ist ein erfreuliches Wachstum zu verzeichnen.“

Ein nach wie vor konsequentes Risikomanagement der VR Bank vermeidet nennenswerte Ausfälle bei Kundenkrediten bzw. Eigenanlagen. In Summe weist sie einen Jahresüberschuss von rund 788.000 EUR aus. „Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2019 und dem erwirtschafteten Jahresüberschuss sind wir sehr zufrieden. Er liegt über unseren Erwartungen und etwa auf dem Niveau des Vorjahres“, fasst Dr. Marco Kern, Vorsitzender des Vorstands, erfreut zusammen. Die Mitglieder der Genossenschaft profitieren vom hohen Jahresüberschuss. Der Vertreterversammlung, die aufgrund der Corona-Pandemie erst im Herbst 2020 stattfindet, wird vorgeschlagen, die Dividende auf 2,0 Prozent festzusetzen.

Zusammen mit dem Mitgliederbonus, dessen Höhe von der Intensität der Geschäftsbeziehung abhängt, erhalten die Miteigentümer der Bank nach wie vor eine überdurchschnittliche Verzinsung ihres Geschäftsguthabens. Gesetzliche Anforderungen an die Eigenmittelausstattung und die Kapitalquoten konnten im Jahr 2019 eingehalten werden. Die Kernkapitalquote wies zum Jahresende einen Stand von 14,9 Prozent aus. Die Gesamtkapitalquote betrug 17,2 Prozent und übertrifft somit die Anforderungen der Bankenaufsicht. „Es ist uns – trotz anhaltend widriger Rahmenbedingungen – gelungen, ein gutes Jahresergebnis auszuweisen. Die aufsichtsrechtlich geforderten Kapitalquoten erfüllen wir aufgrund der ergriffenen Gegensteuermaßnahmen zur Steigerung der Erträge und zur Reduzierung der Kosten“, resümiert Kern. „Das überdurchschnittliche Eigenkapital ermöglicht es uns, auch weiterhin den Finanzierungswünschen unserer Kunden nachzukommen und somit unsere Region zu stärken und voranzubringen.“

Investitionen in Zukunftsfähigkeit
Für den Erfolg der Bank sind zum Bilanzstichtag 289 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 12 Auszubildende und vier duale Studenten, verantwortlich. Auch für den Ausbildungsbeginn im Sommer 2020 sind bereits entsprechende Verträge unterzeichnet worden. Des Weiteren fördert die Bank verstärkt Praktikantentätigkeiten sowie freiwillige, berufsbegleitend absolvierte Weiterbildungsmaßnahmen. Insgesamt wurden im Jahr 2019 558.000 EUR in die Aus- und Weiterbildung investiert. Zudem steht das Kreditinstitut als Arbeitgeber für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik und hat dafür im Jahr 2019 erneut die entsprechende Zertifizierung erhalten. Kern ist sich sicher: „Mit diesen Entwicklungen sind wir auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber in der Region.“

Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit
Bereits im November 2018 hat sich die Bank als erste in der Region freiwillig im Bereich Nachhaltigkeit zertifizieren lassen. Das Zertifikat für Nachhaltiges Banking, das ihr vom Institut für Nachhaltiges Banking (INAB) aus Ludwigshafen verliehen worden ist, bringt zum Ausdruck, dass die VR Bank dem Thema Nachhaltigkeit einen herausragenden Stellenwert auf sozialer, ökonomischer und ökologischer Ebene zuweist und ihre Unternehmensführung danach ausrichtet. „Nachhaltigkeit haben wir fest als Wert in unserem Unternehmensleitbild verankert und implementieren kontinuierlich nachhaltiges Denken und Handeln sowie den bewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen im gesamten Haus. Hierbei lassen wir uns an konkreten Zielen messen,“ fasst Kern zusammen. Als Maßstab dienen die INAB-Standards basierend auf der Methodik des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) ergänzt um zusätzliche regionalspezifische Nachhaltigkeitskriterien nach der Global Reporting Initiative (GRI SRS). Im Berichtsjahr 2019 ist der Bank erneut eine kontinuierliche, ganzheitliche Fortentwicklung zur Integration von Nachhaltigkeit attestiert worden. Den ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht des DNK veröffentlicht die VR Bank im Mai auf ihrer Webseite.

Kundenwünsche und -bedürfnisse stehen an erster Stelle
Insgesamt zieht der Vorstand der VR Bank ein positives Resümee für das Jahr 2019. Er betont, dass sich die Bankenbranche in den letzten Jahren fundamental verändert hat und sich auch in Zukunft weiter verändern wird. Aus diesem Grund analysiert die VR Bank kontinuierlich die aktuellen Entwicklungen und orientiert sich dabei stark an den Wünschen und Bedürfnissen der Mitglieder und Kunden. Diese haben sich in den letzten Jahren vor allem durch die Niedrigzinsphase und die Digitalisierung enorm gewandelt. Umfragen und persönliche Gespräche mit Kunden zeigen, dass – gerade in Zeiten des Niedrigzinses – der Wunsch nach intensiver, persönlicher Beratung besteht. Zugleich ist eine rückläufige Kundenfrequenz in Geschäftsstellen zu verzeichnen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bereits heute die meisten Kunden von den vielfältigen Rund-um-die-Uhr-Angeboten des Online-Bankings und der VR-BankingApp profitieren, ihre Geschäfte telefonisch über das Kundenservicecenter tätigen und flexible Beratungszeiten in Anspruch nehmen. Zudem nehmen die Transaktionen an Geldautomaten kontinuierlich ab. Kunden nutzen immer mehr die Möglichkeiten der Kartenzahlungen oder der kontaktlosen Zahlungen, beispielsweise mit dem Smartphone.

„Für uns hat es oberste Priorität, auf aktuelle Entwicklungen einzugehen und alles zu tun, um auch weiterhin wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben. Daher haben wir uns bereits vor der Corona-Krise entschieden, unser Leistungsangebot und unsere Filialstruktur im Geschäftsgebiet anzupassen“, berichtet Bernd Lehmann. Das bedeutet konkret, dass die SB-Geschäftsstelle in Busenberg und die Teilzeit-Geschäftsstelle in Herxheim-Hayna, deren Servicebereich aktuell Corona bedingt nicht besetzt ist, aufgrund der geringen und rückläufigen Kundenfrequenz geschlossen bzw. nicht wiedereröffnet werden. Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker stehen den Kunden in beiden Orten noch bis zum 30. Juni 2020 zur Verfügung. In Busenberg wurden im Jahr 2019 im Schnitt nur 11 Transaktionen pro Tag am Geldautomaten getätigt. Auch in Hayna sind die Transaktionszahlen niedrig und rückläufig. Des Weiteren werden die Geschäftsstellen in Winden und „am Schloss“ in Bad Bergzabern, deren Servicebereiche ebenfalls Corona bedingt seit März geschlossen sind, in SB-Geschäftsstellen umgewandelt. Auch hier profitieren von einer Aufrechterhaltung der mit Personen besetzten Filialen nur wenige Kunden. So wurden am Schalter in Winden zuletzt im Schnitt pro Tag nur noch 4 Ein- und Auszahlungen und rund 10 Überweisungen getätigt. Beim Standort „am Schloss“ kommt hinzu, dass sich die Hauptstelle der Bank nur 600 Meter weiter in der Kurtalstraße befindet. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lassen sich zwei personenbesetzte Filialen in diesem geringen Radius zukünftig nicht mehr realisieren. In Schweigen-Rechtenbach wird die Geschäftsstelle ebenfalls nicht mehr öffnen. Eine Analyse hat hier bereits vor der Sprengung des Geldautomaten im Januar gezeigt, dass die Kundenfrequenz kontinuierlich gesunken ist. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist gerade mit Blick auf die notwendigen Renovierungen der Räumlichkeiten nicht mehr möglich. Geld abheben können Kunden der Bank nach wie vor kostenlos am Geldautomaten der Sparkasse Südliche Weinstraße in Schweigen. Derzeit werden Gespräche mit der Sparkasse hinsichtlich einer dauerhaften Kooperation geführt.


Vielfältige Kontaktwege – digital und persönlich
„Die Entscheidungen, die wir im Sinne der Wirtschaftlichkeit getroffen haben, ändern auch künftig nichts an der persönlichen Beratung unserer Kunden. Die bisherigen Berater und Ansprechpartner am Service werden in nahegelegenen Filialen für ihre Kunden da sein. Nach wie vor, wenn nicht sogar mehr denn je, zeichnen wir uns durch Kundennähe aus. Aktuelle Umfragen und Rückmeldungen unserer Kunden zeigen, dass insbesondere Beratungszeiten von 8 bis 20 Uhr als großer Mehrwert gesehen werden. Termine können Kunden seit 2019 sogar ganz bequem online auf unserer Webseite oder via App VR Star selbst buchen. Und auch die Investitionen in unsere Technik zahlen sich aus. Daher werden wir im Jahr 2020 erneut massiv – rund 600.000 Euro – in 24-Stunden-Geldein- und Ausgabemöglichkeiten investieren. Nach wie vor sind wir flächendeckend vor Ort in der Region – in weniger, aber dafür in größeren und zeitgemäßen Beratungszentren,“ betont Lehmann. Auch hier wurde und wird enorm investiert. Neben der im Jahr 2018 renovierten „Filiale der Zukunft“ in Steinfeld erstrahlt seit Sommer 2019 auch die neu gebaute Filiale in Klingenmünster in modernem Glanz. Im Juni 2020 wird voraussichtlich der Spatenstich für den Neubau der Filiale in Wollmesheim erfolgen – die Renovierung und Modernisierung der Geschäftsstelle in Dahn wird im Juli 2020 abgeschlossen sein. Der Vorstand sieht die Zukunft der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG in der klaren Ausrichtung als Omnikanalbank, die sich voll und ganz auf den Kunden fokussiert. Es findet ein Wegbewegen vom bloßen Angebot unterschiedlicher Vertriebskanäle hin zu einem optimal vernetzten Dienstleistungsangebot für die Kunden der VR Bank statt. Die Geschäftsstelle wird somit immer weniger ein Ort für reine Abwicklungsaufgaben und Transaktionen, sondern von intensiver und persönlicher Beratung und Qualität geprägt sein. Mitglieder und Kunden können so jederzeit den für sie vorteilhaften Kontaktweg wählen – und hiervon gibt es zahlreiche: u.a. persönlich vor Ort, telefonisch, per E-Mail, per Chat, per Videotelefonie, via VR Star oder rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche mittels Chatbot auf der Webseite. Mit letzterem ist es der Bank im März 2020 gelungen, ihre für eine Regionalbank typische und hohe Servicequalität in die digitale Welt zu übertragen.

Dass der präferierte Kontaktweg für einen Teil der Kunden nicht der digitale ist, hat die Bank erkannt und bietet auch hier eine Lösung: Mit dem im Jahr 2017 eingeführten und in der Region einzigartigen VR-VorOrtService haben die Mitglieder der Bank die Möglichkeit, ihr Bargeld und Bankformulare nach Hause liefern oder abholen zu lassen. Nach telefonischer Bestellung erfolgt direkt am nächsten Werktag die persönliche Lieferung oder Abholung durch einen Bankmitarbeiter. Hierdurch stellt das Institut für alle Personen, die keine Filiale besuchen können oder Online-Angebote nicht nutzen, die Bargeldversorgung und weitere Servicedienstleistungen im gesamten Geschäftsgebiet sicher.

Institutsübergreifende Kooperationen ausgeweitet
Kooperationen mit anderen Geldhäusern im Geschäftsgebiet sind eine weitere Möglichkeit, auch in kleineren Orten präsent zu sein und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. So hat die Bank im Mai 2018 zum ersten Mal in ihrer Unternehmensgeschichte institutsübergreifend mit der Sparkasse Südliche Weinstraße kooperiert. Aufgrund der positiven Resonanz der Kunden in Rohrbach wurde die Kooperation im Jahr 2019 ausgeweitet. Kunden von Sparkasse und VR Bank können bereits im SB-Pavillon auf dem Parkplatz des Wasgau-Einkaufsmarktes in Annweiler und in Insheim am Zeppelinplatz kostenlos Geld holen. Des Weiteren hat die Bank erstmals mit der Sparkasse Südwestpfalz kooperiert und eine SB-Geschäftsstelle im Rathaus in Hinterweidenthal eröffnet. Weitere mögliche Standorte für gemeinsame SB-Filialen – beispielsweise in Schweigen-Rechtenbach – werden derzeit geprüft.


Immobiliengeschäft entwickelt sich vielversprechend
Im September 2018 hat die Bank die hundertprozentige Tochtergesellschaft VR Immobilien GmbH gegründet, die ihr Geschäft seither kontinuierlich ausgebaut und sich als regionales Expertenzentrum fest etabliert hat. Die VR Immobilien GmbH richtet sich gezielt an Kundenbedürfnissen im Immobilienbereich aus und bietet ein Rundum-Servicepaket, das vom Immobilienerwerb und -verkauf bis hin zur Verwaltung alles abdeckt. „Die Gründung der Gesellschaft bietet den zentralen Vorteil, dass sich unsere Experten vollumfänglich auf ein Geschäftsfeld fokussieren können, das strategisch wichtig für unsere Bank ist. Die Mehrwerte für unsere Kunden sind immens, da sie auf alle relevanten Serviceleistungen unter einem Dach zurückgreifen können und somit schneller und noch intensiver auf individuelle Lösungen eingegangen wird“, betont Theofried Schmidbauer, Mitglied des Vorstands der VR Bank. Was die Schaffung von attraktivem Wohnraum betrifft, hat die Bank im letzten Jahr einige Meilensteine erreicht: In Klingenmünster ‚Im Stift 4 und 6‘ sind, neben der neuen Geschäftsstelle der Bank und einer Geschäftseinheit (Reben-Apotheke), zwölf Wohnungen entstanden, die für attraktiven Wohnraum im Herzen der Region sorgen. Die VR Immobilien GmbH verwirklicht zudem in Dahn zwei Bauprojekte. In der Kirchgasse 7 entsteht ein Mehrfamilienhaus mit zehn Einheiten und in der Ludwigstraße/Ecke Sportplatzstraße werden zwei Doppelhäuser mit insgesamt vier Wohneinheiten gebaut. Die ersten Einheiten sollen bis Ende dieses Jahres bereits übergeben werden. Die Wohneinheiten werden alle zum Verkauf angeboten und stoßen bereits jetzt auf eine hohe Nachfrage.

In Wollmesheim entstehen auf zwei Gebäude verteilt eine Geschäftsstelle der Bank und insgesamt elf Wohnungen, die nach Fertigstellung zur Vermietung angeboten werden. Weiterhin werden Bauprojekte in Herxheim-Hayna und Herxheim verwirklicht. In Herxheim-Hayna wird ein bankeigenes Grundstück mit dem Bau eines Sechsfamilien-Hauses veredelt, wobei alle Einheiten nach Fertigstellung zum Verkauf stehen. In der Eisenbahnstraße in Herxheim wird der Bauantrag für den zweiten Bauabschnitt im Mai 2020 gestellt, der zwei Gebäude mit insgesamt 14 Wohnungen vorsieht, die anschließend zur Vermietung angeboten werden.

23.04.2020 - Morgen kann kommen - mit Zuversicht in Richtung Zukunft

Morgen kann kommen – Mit Zuversicht in Richtung Zukunft

Gemeinsame Pressemitteilung der Volksbank Kaiserslautern und der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG

Bad Bergzabern/Kaiserslautern, 23.04.2020: Die Volksbank Kaiserslautern eG und die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG möchten als starke genossenschaftliche Regionalbank gemeinsam die Zukunft gestalten. Um die Zukunftsfähigkeit der beiden Häuser strategisch sicherzustellen, wollen die beiden Banken deshalb frühzeitig die Chance nutzen und aus der Position der Stärke heraus die Zukunft aktiv gestalten. Der Zusammenschluss der beiden Institute soll in 2021 erfolgen und die neue Bank unter dem Namen VR Bank Pfalz eG firmieren.

Die beiden gleich großen, regional aneinandergrenzenden Genossenschaftsbanken, die bereits seit Jahresbeginn Sondierungsgespräche führen, besitzen ein gemeinsames Werteverständnis sowie eine homogene geschäftspolitische Ausrichtung. Sie verfügen über ein wirtschaftlich gutes Fundament, so dass aus ökonomischer Sicht derzeit keine Notwendigkeit einer Fusion besteht. Allerdings stellen das unverändert niedrige Zinsniveau, die fortschreitende Digitalisierung, die steigenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie der immer stärker werdende Wettbewerbs- und Kostendruck Banken und ihre Kunden vor immer größere Herausforderungen.

 

Mehr Leistung für Kunden

Mit der Verschmelzung entstünde eine leistungsstarke Genossenschaftsbank mit über 60.000 Mitgliedern, die viel schlagkräftiger agieren und die Herausforderungen der Zukunft deutlich besser bewältigen kann. „Wir wollen dort stark investieren, wo Mitglieder und Kunden profitieren: in Beratungsqualität, Beratungszeit, moderne Kommunikations- und Vertriebswege sowie in die Unterstützung von Vereinen und Initiativen vor Ort. Die beiden Banken versprechen sich von der größeren und wirtschaftlich starken Einheit Vorteile für alle Seiten. Alexander Kostal von der Volksbank Kaiserslautern eG verweist auf die steigenden Kundenanforderungen an eine moderne Bank. Das ist zum einen der digitale Service rund ums Bankgeschäft und zum anderen die qualifizierte Beratung und Betreuung der Kunden vor Ort. „Gemeinsam wird es uns leichter fallen, das zu bewahren, was unsere beiden Kreditinstitute bereits heute auszeichnet. Wir können noch individuellere Angebote und Beratungsleistungen weiterentwickeln und Innovationen zügiger umsetzen. Neben dem Thema Nachhaltigkeit gehört hierzu auch die Implementierung und Ausweitung erfolgreicher Geschäftsfelder, wie beispielsweise die App VR Star als regionales Ökosystem, die Übernahme von Hausverwaltungen oder die Durchführung von Bauträgerprojekten vor Ort“, so Bernd Lehmann von der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG.

 

Erhalt des breiten Filialnetzes

„An unserer regionalen Verankerung sowie an der Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden wird sich nichts ändern. Wir werden fusionsbedingt keine Filialen schließen und keine betriebsbedingten Kündigungen vornehmen. Neben der wachsenden digitalen Präsenz sichert unser breites Filialnetz die dauerhafte Präsenz genossenschaftlicher Finanzdienstleistungen in der Pfalz. Nicht zuletzt entstünde durch die Verschmelzung ein noch attraktiverer Arbeitgeber, „der spannende berufliche Entwicklungsperspektiven bietet“, betont Peter Kullmann von der Volksbank Kaiserslautern eG. „Die wirtschaftliche Kraft der gemeinsamen Bank ermöglicht langfristig sichere Arbeitsplätze und junge Menschen profitieren von einem starken Ausbildungsbetrieb. Aufgrund unserer genossenschaftlichen Werte, unserer Organisationsstruktur und unserer Tradition, möchten wir in der Pfalz dafür sorgen, dass unsere Mitglieder, unsere Kunden und unsere Bank weiter gemeinsam zuversichtlich nach vorne und in die Zukunft schauen können“, so Theofried Schmidbauer von der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG.

„Um gemeinsam hohe Ziele zu erreichen, agieren wir auf Augenhöhe“, unterstreicht Dr. Marco Kern von der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG. „Unsere Sondierungsgespräche haben ergeben, dass wir durch den Zusammen-schluss unsere regionale Marktposition weiter ausbauen, bedeutende Wachstumschancen generieren und damit die Zukunftsfähigkeit der fusionierten Kreditgenossenschaft VR Bank Pfalz eG nachhaltig sichern können. Im März bzw. April haben die Aufsichtsratsmitglieder beider Banken in getrennten Sitzungen grünes Licht für konkrete Fusionsverhandlungen gegeben. Die Vertreterinnen und Vertreter wurden schriftlich benachrichtigt; weitere Informationen und eine Entscheidung über das Zusammengehen folgen in den jeweiligen Vertreterversammlungen, die aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie, voraussichtlich im Herbst diesen Jahres stattfinden“, erläutert Dr. Kern weiter.

Bei positiven Vertretervoten wird, um auch die Synergieeffekte aus der Grunderwerbsteuer im siebenstelligen Bereich heben zu können, die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG juristisch übernehmendes Institut sein. Die beiden Vorstandssitze werden wie bisher in Kaiserslautern und Bad Bergzabern sowie die Verwaltungsstandorte wie bisher in Kaiserslautern, Rockenhausen, Dahn, Herxheim und Bad Bergzabern sein. Aufsichtsratsvorsitzender soll der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Kaiserslautern eG – Jürgen Hammel – werden; Vorstandsvorsitzender der bisherige Vorstandsvorsitzende der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG – Dr. Marco Kern. Das Vorstandsgremium komplettieren Alexander Kostal, Peter Kullmann, Bernd Lehmann und Theofried Schmidbauer. Die Herren Karl-Heinz Reidenbach, Albrecht Steller und Karlheinz Stemler scheiden (wie bereits 2018 kommuniziert) planmäßig zum 31. Dezember 2020 altersbedingt aus. Herr Theofried Schmidbauer wird den Verschmelzungsprozess noch aktiv mitgestalten und dann ebenfalls planmäßig zum 31. Dezember 2021 in den Ruhestand gehen. Damit wird die fusionierte Bank zukünftig von vier Vorständen geführt. Mit einer Bilanzsumme von rund 3 Mrd. Euro, fast 500 Mitarbeitern und rund 140.000 Privat- und Firmenkunden, von denen mehr als 60.000 Mitglied der neuen Bank sind, entstünde nach der Verschmelzung die zweitgrößte Genossenschaftsbank in der Pfalz.

 

Volksbank Kaiserslautern eG

Die Volksbank Kaiserslautern eG, die 1864 gegründet wurde, ist eine in der Nord- und Westpfalz verankerte regionale Genossenschaftsbank und verfügt zum 31. Dezember 2019 über eine Bilanzsumme von rund 1,5 Mrd. EUR. Sie ist seit jeher ein genossenschaftlich organisiertes Kreditinstitut und bietet als moderner Finanzdienstleister mit rund 220 Mitarbeitern Know-how und umfassende Finanzlösungen für circa 70.000 Privat- und Firmenkunden – wovon rund 32.000 Menschen Mitglieder der Bank sind. Das Geschäftsgebiet der Bank erstreckt sich mit 13 Geschäfts- und 5 SB-Geschäftsstellen sowie 2 Geldausgabeautomatenstellen von Waldfischbach über Kaiserslautern und Ramstein bis nach Rockenhausen.

 

VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG

Die 1872 gegründete VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG ist eine regional verwurzelte Genossenschaftsbank und verfügt zum 31. Dezember 2019 über eine Bilanzsumme von rund 1,45 Mrd. EUR. Auch sie ist seit jeher ein genossenschaftlich organisiertes Kreditinstitut und bietet als moderner Finanzdienstleister mit rund 250 Mitarbeitern Know-how und umfassende Finanzlösungen für rund 70.000 Privat- und Firmenkunden – wovon über 29.000 Menschen Mitglieder der Bank sind. Das Geschäftsgebiet der Bank erstreckt sich mit 16 Geschäfts- und 7 SB-Geschäftsstellen von Herxheim über Bad Bergzabern bis nach Dahn.

Volksbank Kaiserslautern eG

  • Isabel da Silva Amaral
  • Vorstandssekretariat
  • Telefon 0631 3610-301

VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG

  • Vanessa Hirsch
  • Leiterin Vorstandssekretariat / Vorstandsassistenz | Nachhaltigkeitskoordinatorin
  • Telefon 06343 945-0