Pressemitteilungen zur Fusion

23.04.2020 - Morgen kann kommen - mit Zuversicht in Richtung Zukunft

Morgen kann kommen – Mit Zuversicht in Richtung Zukunft

Gemeinsame Pressemitteilung der Volksbank Kaiserslautern und der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau

Bad Bergzabern/Kaiserslautern, 23.04.2020: Die Volksbank Kaiserslautern eG und die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG möchten als starke genossenschaftliche Regionalbank gemeinsam die Zukunft gestalten. Um die Zukunftsfähigkeit der beiden Häuser strategisch sicherzustellen, wollen die beiden Banken deshalb frühzeitig die Chance nutzen und aus der Position der Stärke heraus die Zukunft aktiv gestalten. Der Zusammenschluss der beiden Institute soll in 2021 erfolgen und die neue Bank unter dem Namen VR Bank Pfalz eG firmieren.

Die beiden gleich großen, regional aneinandergrenzenden Genossenschaftsbanken, die bereits seit Jahresbeginn Sondierungsgespräche führen, besitzen ein gemeinsames Werteverständnis sowie eine homogene geschäftspolitische Ausrichtung. Sie verfügen über ein wirtschaftlich gutes Fundament, so dass aus ökonomischer Sicht derzeit keine Notwendigkeit einer Fusion besteht. Allerdings stellen das unverändert niedrige Zinsniveau, die fortschreitende Digitalisierung, die steigenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie der immer stärker werdende Wettbewerbs- und Kostendruck Banken und ihre Kunden vor immer größere Herausforderungen.

 

Mehr Leistung für Kunden

Mit der Verschmelzung entstünde eine leistungsstarke Genossenschaftsbank mit über 60.000 Mitgliedern, die viel schlagkräftiger agieren und die Herausforderungen der Zukunft deutlich besser bewältigen kann. „Wir wollen dort stark investieren, wo Mitglieder und Kunden profitieren: in Beratungsqualität, Beratungszeit, moderne Kommunikations- und Vertriebswege sowie in die Unterstützung von Vereinen und Initiativen vor Ort. Die beiden Banken versprechen sich von der größeren und wirtschaftlich starken Einheit Vorteile für alle Seiten. Alexander Kostal von der Volksbank Kaiserslautern eG verweist auf die steigenden Kundenanforderungen an eine moderne Bank. Das ist zum einen der digitale Service rund ums Bankgeschäft und zum anderen die qualifizierte Beratung und Betreuung der Kunden vor Ort. „Gemeinsam wird es uns leichter fallen, das zu bewahren, was unsere beiden Kreditinstitute bereits heute auszeichnet. Wir können noch individuellere Angebote und Beratungsleistungen weiterentwickeln und Innovationen zügiger umsetzen. Neben dem Thema Nachhaltigkeit gehört hierzu auch die Implementierung und Ausweitung erfolgreicher Geschäftsfelder, wie beispielsweise die App VR Star als regionales Ökosystem, die Übernahme von Hausverwaltungen oder die Durchführung von Bauträgerprojekten vor Ort“, so Bernd Lehmann von der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG.

 

Erhalt des breiten Filialnetzes

„An unserer regionalen Verankerung sowie an der Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden wird sich nichts ändern. Wir werden fusionsbedingt keine Filialen schließen und keine betriebsbedingten Kündigungen vornehmen. Neben der wachsenden digitalen Präsenz sichert unser breites Filialnetz die dauerhafte Präsenz genossenschaftlicher Finanzdienstleistungen in der Pfalz. Nicht zuletzt entstünde durch die Verschmelzung ein noch attraktiverer Arbeitgeber, „der spannende berufliche Entwicklungsperspektiven bietet“, betont Peter Kullmann von der Volksbank Kaiserslautern eG. „Die wirtschaftliche Kraft der gemeinsamen Bank ermöglicht langfristig sichere Arbeitsplätze und junge Menschen profitieren von einem starken Ausbildungsbetrieb. Aufgrund unserer genossenschaftlichen Werte, unserer Organisationsstruktur und unserer Tradition, möchten wir in der Pfalz dafür sorgen, dass unsere Mitglieder, unsere Kunden und unsere Bank weiter gemeinsam zuversichtlich nach vorne und in die Zukunft schauen können“, so Theofried Schmidbauer von der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG.

„Um gemeinsam hohe Ziele zu erreichen, agieren wir auf Augenhöhe“, unterstreicht Dr. Marco Kern von der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG. „Unsere Sondierungsgespräche haben ergeben, dass wir durch den Zusammen-schluss unsere regionale Marktposition weiter ausbauen, bedeutende Wachstumschancen generieren und damit die Zukunftsfähigkeit der fusionierten Kreditgenossenschaft VR Bank Pfalz eG nachhaltig sichern können. Im März bzw. April haben die Aufsichtsratsmitglieder beider Banken in getrennten Sitzungen grünes Licht für konkrete Fusionsverhandlungen gegeben. Die Vertreterinnen und Vertreter wurden schriftlich benachrichtigt; weitere Informationen und eine Entscheidung über das Zusammengehen folgen in den jeweiligen Vertreterversammlungen, die aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie, voraussichtlich im Herbst diesen Jahres stattfinden“, erläutert Dr. Kern weiter.

Bei positiven Vertretervoten wird, um auch die Synergieeffekte aus der Grunderwerbsteuer im siebenstelligen Bereich heben zu können, die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG juristisch übernehmendes Institut sein. Die beiden Vorstandssitze werden wie bisher in Kaiserslautern und Bad Bergzabern sowie die Verwaltungsstandorte wie bisher in Kaiserslautern, Rockenhausen, Dahn, Herxheim und Bad Bergzabern sein. Aufsichtsratsvorsitzender soll der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Kaiserslautern eG – Jürgen Hammel – werden; Vorstandsvorsitzender der bisherige Vorstandsvorsitzende der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG – Dr. Marco Kern. Das Vorstandsgremium komplettieren Alexander Kostal, Peter Kullmann, Bernd Lehmann und Theofried Schmidbauer. Die Herren Karl-Heinz Reidenbach, Albrecht Steller und Karlheinz Stemler scheiden (wie bereits 2018 kommuniziert) planmäßig zum 31. Dezember 2020 altersbedingt aus. Herr Theofried Schmidbauer wird den Verschmelzungsprozess noch aktiv mitgestalten und dann ebenfalls planmäßig zum 31. Dezember 2021 in den Ruhestand gehen. Damit wird die fusionierte Bank zukünftig von vier Vorständen geführt. Mit einer Bilanzsumme von rund 3 Mrd. Euro, fast 500 Mitarbeitern und rund 140.000 Privat- und Firmenkunden, von denen mehr als 60.000 Mitglied der neuen Bank sind, entstünde nach der Verschmelzung die zweitgrößte Genossenschaftsbank in der Pfalz.

 

Volksbank Kaiserslautern eG

Die Volksbank Kaiserslautern eG, die 1864 gegründet wurde, ist eine in der Nord- und Westpfalz verankerte regionale Genossenschaftsbank und verfügt zum 31. Dezember 2019 über eine Bilanzsumme von rund 1,5 Mrd. EUR. Sie ist seit jeher ein genossenschaftlich organisiertes Kreditinstitut und bietet als moderner Finanzdienstleister mit rund 220 Mitarbeitern Know-how und umfassende Finanzlösungen für circa 70.000 Privat- und Firmenkunden – wovon rund 32.000 Menschen Mitglieder der Bank sind. Das Geschäftsgebiet der Bank erstreckt sich mit 13 Geschäfts- und 5 SB-Geschäftsstellen sowie 2 Geldausgabeautomatenstellen von Waldfischbach über Kaiserslautern und Ramstein bis nach Rockenhausen.

 

VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG

Die 1872 gegründete VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG ist eine regional verwurzelte Genossenschaftsbank und verfügt zum 31. Dezember 2019 über eine Bilanzsumme von rund 1,45 Mrd. EUR. Auch sie ist seit jeher ein genossenschaftlich organisiertes Kreditinstitut und bietet als moderner Finanzdienstleister mit rund 250 Mitarbeitern Know-how und umfassende Finanzlösungen für rund 70.000 Privat- und Firmenkunden – wovon über 29.000 Menschen Mitglieder der Bank sind. Das Geschäftsgebiet der Bank erstreckt sich mit 16 Geschäfts- und 7 SB-Geschäftsstellen von Herxheim über Bad Bergzabern bis nach Dahn.