Fragen und Antworten

Allgemeines

Warum die Fusion?

Gründe für die Verschmelzung sind insbesondere die geänderten Rahmenbedingungen für die genossenschaftlichen Banken.

 

  • Wirtschaftliches Umfeld: Zum einen zwingt das wirtschaftliche Umfeld, wie z.B. das anhaltend niedrige Zinsniveau in der Eurozone, die weiterhin hohe Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und der Eurozone und die demografische Entwicklung zu neuen strategischen Überlegungen.
  • Regulatorische Anforderungen: Die anhaltend steigenden regulatorischen Anforderungen und Vorgaben der Bankenaufsicht erfordern hohe Investitionen und überproportionale laufende Kosten.
  • Erhöhter Margendruck: Des Weiteren kommt es zu einem erhöhten Margendruck durch zunehmende Konkurrenz von Direktbanken und ausländischen Banken, sowie der Markteintritt von branchen-fremden Wettbewerbern wie z.B. Apple, Google oder Fintech-Startups.
  • Verändernde Kundenanforderungen: Zu guter Letzt erfordern sich verändernde Kundenanforderungen weitere Investitionen in die Digitalisierung. Primärer Fokus ist daher die Bündelung der Kräfte zweier starker Häuser zur Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen.
Warum ist ein Zusammenschluss der beiden Banken sinnvoll?

Beide Banken stehen derzeit vor vergleichbaren Herausforderungen und müssen Maßnahmen ergreifen, um sich zukunftssicher aufzustellen:

 

  • Richtiger Zeitpunkt: Die Verschmelzung findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem beide Häuser als gesunde Banken im Markt aktiv sind und aus der Position der Stärke heraus handeln.
  • Richtige Maßnahme: Die Verschmelzung zwischen den Banken ist die beste Maßnahme, um den Herausforderungen der Niedrigzinspolitik und der aufsichtsrechtlichen Regulierung begegnen zu können.
  • Richtige Partner: Die Volksbank Kaiserslautern eG und die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG sind Verschmelzungspartner mit sich ergänzenden Stärken und einem gemeinsamen Werteverständnis.
Was ist das Ziel der Fusion?

Vision und Zielsetzung der Verschmelzung:

  • Die Verschmelzung führt zwei gesunde und starke Genossenschaftsbanken auf Augenhöhe mit einer gemeinsamen Vision zusammen.
  • Die wirtschaftliche regionale Förderung der Mitglieder steht auch weiterhin im Mittelpunkt der fusionierten Genossenschaft. Daneben ist die bedarfsgerechte Beratung aller Kunden durch Spezialisten und die umfassende Versorgung von Gewerbe- und Mittelstandskunden, sowie von Privatkunden mit Finanzdienstleistungen, Informationen und sonstigen Serviceleistungen in den verschiedenen Regionen auch zukünftig Zielsetzung. Die Kundennähe bleibt erhalten und soll darüber hinaus noch ausgebaut werden.
  • Der Zusammenschluss erfolgt insbesondere, um den Herausforderungen der Niedrigzinspolitik und der steigenden, aufsichtsrechtlichen Regulierung gestärkt begegnen zu können.
  • Ziel ist, als Top-Arbeitgeber und attraktiver Ausbilder vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, bessere Aufstiegschancen und eine größere Spezialisierungsvielfalt zu bieten. Somit stellt die Bank sichere Arbeitsplätze heute und in der Zukunft zur Verfügung.
  • Ein Zusammenschluss führt nach der Überzeugung der beteiligten Banken zu einer leistungsstärkeren Genossenschaft. Denn Synergien aus der Fusion schaffen Freiraum für Investitionen. Die Verschmelzung ist somit eine Entscheidung im Sinne der im Genossenschaftsgesetz verankerten Pflicht, die bestmögliche Förderung der Mitglieder auf Dauer sicherzustellen und gleichzeitig regionale Nähe beizubehalten.
Welche Mehrwerte bringt die Fusion?

Durch die Fusion wird die neue Bank „doppelt stark“.

 

Für die Kunden und Mitglieder bedeutet das:

  • Noch mehr Kompetenz: Ergänzende Sach- und Fachkompetenz der beiden Häuser.
  • Noch mehr Leistung: Ausbau der persönlichen Betreuung, des qualitativ hochwertigen Angebots und der Kreditvergabemöglichkeiten.
  • Noch mehr Nähe: Präsenz vor Ort und Erreichbarkeit über alle Kanäle: persönlich, per Telefon und online.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet das:

  • Noch mehr Sicherheit: Sichere Arbeitsplätze heute und in Zukunft.
  • Noch mehr Perspektiven: Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, bessere Aufstiegschancen und Spezialisierungsmöglichkeiten.
  • Noch mehr Attraktivität: Top-Arbeitgeber und einer der attraktivsten Ausbilder in der Pfalz.  

Für die Region bedeutet das:

  • Noch mehr Identität: Einheitlicher Marktauftritt für regionale Identität und ein starkes Selbstbewusstsein.
  • Noch mehr Wirtschaftskraft: Mehr Möglichkeiten für die unterschiedlich geprägten Strukturen und Standortbedingungen im Wirtschaftsraum.
  • Noch mehr Engagement: Mehr Mittel für die Unterstützung der Region, eine lebendige Heimatkultur und soziale Belange.

Eckpfeiler der neuen Bank

Unter welchem Namen soll die gemeinsame Bank firmieren?

Die neue Bank wird VR Bank Pfalz eG heißen.

Wo ist der juristische Sitz und wo werden die Vorstands- und Verwaltungssitze sein?
  • Als juristischer Sitz ist Bad Bergzabern vorgesehen. Jedoch werden in beiden ehemaligen Geschäftsgebieten Verwaltungseinheiten sitzen.
  • Aufgrund der Größe des Geschäftsgebiets werden Vorstandssitze in Bad Bergzabern und Kaiserslautern bleiben.
  • Die Verwaltungssitze in Kaiserslautern, Rockenhausen, Dahn, Bad Bergzabern und Herxheim bleiben bestehen.
Wer wird die juristisch aufnehmende Bank sein?
  • Die juristisch aufnehmende Bank wird die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG sein.
  • Die Gründe hierfür sind steuerliche Vorteile.
Wie sieht künftig die Zusammensetzung des Vorstandes aus?

Der Vorstand wird sich künftig aus

  • Dr. Marco Kern (VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG)
  • Alexander Kostal (Volksbank Kaiserslautern eG)
  • Peter Kullmann (Volksbank Kaiserslautern eG)
  • Bernd Lehmann (VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG)
  • Theofried Schmidbauer (VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG)

zusammensetzen.

Die derzeitigen Vorstandsmitglieder

  • Karl-Heinz Reidenbach (Volksbank Kaiserslautern eG)
  • Albrecht Steller (Volksbank Kaiserslautern eG)
  • Karlheinz Stemler (Volksbank Kaiserslautern eG)

scheiden planmäßig zum 31. Dezember 2020 altersbedingt aus.

Theofried Schmidbauer (VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG) wird den Verschmelzungsprozess noch aktiv mitgestalten und ebenfalls planmäßig zum 31. Dezember 2021 in den Ruhestand gehen. Damit wird die fusionierte Bank künftig von vier Vorständen geführt.

Wie setzt sich der künftige Aufsichtsrat zusammen?

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats erfolgt im Additionsverfahren. Personelle Veränderungen der Aufsichtsratsgremien dürfen nur im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen. Perspektivisch ist eine Reduktion zielführend. Aufsichtsratsvorsitzender wird der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Kaiserslautern eG, Jürgen Hammel.

Was passiert mit den Geschäftsanteilen?
  • Alle Geschäftsguthaben werden übernommen. Wenn Mitglieder bei beiden fusionierenden Banken Geschäftsanteile gezeichnet haben, werden diese im Rahmen der technischen Fusion im Juni 2021 zusammengeführt. Hierüber werden die Mitglieder in einem Schreiben informiert.
  • Für die Mitglieder der neuen Genossenschaftsbank gilt nach wie vor das demokratische Prinzip: ein Mitglied, eine Stimme – egal wie viele Anteile der Teilhaber gezeichnet hat.
Wann sind die Vertreterversammlungen geplant? Finden diese eventuell digital statt?
  • Die Vertreterversammlungen sind im Zeitraum zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2020 geplant.
  • Die Gesundheit der Vertreter und Mitarbeiter sowie deren Familien hat höchste Priorität. Deshalb haben die Banken aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen entschieden, die Versammlung nicht wie gewohnt in Präsenzform abzuhalten.
  • Zudem legen die Banken großen Wert darauf, jedem einzelnen Vertreter die Chance zu geben, mitzubestimmen. Daher prüfen sie neben der virtuellen Durchführung der Versammlung zusätzlich die Möglichkeit einer schriftlichen Abstimmung. Für dieses Vorgehen besteht ein juristisch höhere Klärungsbedarf, der eine entsprechende Vorbereitung und mehr Zeit beansprucht. Damit die Vertreter ihre Entscheidung in einer rechtssicheren Form treffen können, haben die Vorstände zusammen mit den Aufsichtsräten einstimmig beschlossen, die Abstimmung auf den Zeitraum zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2020 zu verschieben.
Wie hoch ist die Dividendenzahlung geplant?
  • Der Vertreterversammlung der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG wird vorgeschlagen, die Dividende auf 2,0 Prozent festzulegen.
  • Der Vertreterversammlung der Volksbank Kaiserslautern eG wird vorgeschlagen, die Dividendenzahlung für das Jahr 2019 auszusetzen. Der Vorschlag folgt der Empfehlung der Aufsichtsbehörden. Wenn es das Umfeld erlaubt, soll der Vertreterversammlung im kommenden Jahr eine erhöhte Dividende vorgeschlagen werden.
  • Die Gewinnverwendungsvorschläge sind vorbehaltlich der dann gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Vertrieb, Filialen und Mitarbeiter

Welche Auswirkungen hat die Fusion auf Konditionen und Gebühren?
  • Bestehende Verträge behalten ihre Gültigkeit.
  • Konditionen im Neugeschäft werden vereinheitlicht. Das Preis- Leistungsverhältnis bleibt weiterhin hervorragend.
  • Die Einlagensicherheit steigt aufgrund der ebenfalls gesteigerten wirtschaftlichen Kraft.
  • Bestehende Einlagensicherungssysteme gelten unverändert.
Worauf haben sich Mitglieder und Kunden einzustellen?

Für die Mitglieder und Kunden bringt eine Verschmelzung hauptsächlich Vorteile mit sich. So profitieren sie u.a. von gebündelter Sach- und Fachkompetenz der beiden Häuser. Das erhöhte Leistungsspektrum bringt einen Ausbau der persönlichen Betreuung, des qualitativ hochwertigen Angebots und der Kreditvergabemöglichkeiten mit sich. Die Bank wird sich auch künftig durch regionale Nähe auszeichnen, die getreu ihrer genossenschaftlichen Werte agiert, sich ihren Mitgliedern verpflichtet und die Belange der Kunden in den Fokus stellt. Durch den Zusammenschluss bleibt die Bank zukunftsfähig und wird damit dem zentralen Anspruch ihrer Mitglieder gerecht.

Welche Auswirkungen ergeben sich auf die Filialen und Standorte?

Aufgrund der Fusion werden keine Geschäftsstellen geschlossen. Die Bank bleibt nach wie vor flächendeckend im Geschäftsgebiet vertreten. Die Frage des Geschäftsstellennetzes ist immer danach zu beurteilen, was von den Mitgliedern und Kunden gewünscht und betriebswirtschaftlich vertretbar ist. Dies ist unabhängig von der Fusion zu sehen.

Ist mit der Fusion eine geringere Förderung von Kommunen (Gewerbesteuer) oder der Vereine vor Ort verbunden?

Die Förderung von Vereinen, Institutionen und Kommunen spielt eine zentrale Rolle im Wirkungsfeld der Genossenschaftsbank und erfährt durch die Ausweitung auf ein großflächigeres Gebiet zusätzlichen Auftrieb. Eine breitere Aufstellung im Bereich Crowdfunding und der Spendenplattform Glücksbringer sowie ein erweiterter Einsatz der App VR Star setzen Synergien frei, die die regionale Entwicklung auf allen Ebenen positiv unterstützen. Die Förderung der Kommunen bzw. die Gewerbesteuer richtet sich nach den Verwaltungsstandorten der Bank und der Anzahl der Bankmitarbeiter – somit wird sich hier nichts ändern.

Warum fusionieren die beiden Banken nicht mit Nachbarbanken, die größere gemeinsame Grenzen haben? Sind weitere Fusionen geplant?

Die Volksbank Kaiserslautern eG und die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG pflegen seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis mit allen angrenzenden Genossenschaftsbanken und tauschen sich regelmäßig mit ihnen aus. Daher ist die Verschmelzung keine Entscheidung gegen befreundete Banken, sondern für eine gemeinsame Zukunft. Eine erfolgreiche Verschmelzung der beiden Banken steht momentan im Zentrum der Aufmerksamkeit. Derzeit werden keine Gespräche mit anderen Banken geführt.

Sonstiges

Was sind die nächsten Schritte? Wann soll die Fusion abgeschlossen sein?

Die Vertreterversammlungen, die im Zeitraum zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2020 stattfinden, entscheiden, ob sie der Verschmelzung zustimmen. Stimmt die Mehrheit (>75 %) dafür, erfolgt die juristische Fusion und Umfirmierung im Mai 2021 rückwirkend zum 1. Januar 2021. Die technische und organisatorische Umsetzung der Verschmelzung folgt im Juni 2021.